Enterprise-Bereitstellung¶
FLEET Mira Enterprise basiert funktional auf Pro und verwendet PostgreSQL statt einer lokalen SQLite-Datei. Die Applikation darf auf Windows 10/11, Windows Server 20xx sowie in RDP-, Citrix- und vergleichbaren Terminalserverumgebungen betrieben werden. Basic und Pro bleiben davon getrennt und erlauben weiterhin nur lokale Windows-10/11-Konsolensitzungen mit lokaler SQLite-Datenbank.
Die vollständigen Abläufe für Client/Server- und All-in-one-Terminalserver-Installationen stehen in der Installationsanleitung für Administratoren. Noch ausstehende Arbeiten werden unter Offene Enterprise-Punkte priorisiert.
Installationspakete¶
Der Enterprise-Build erzeugt zwei getrennte Pakete:
FLEET-Mira-Enterprise-<Version>-Setup-x64.exeinstalliert die Anwendung und den Enterprise-Installationsmarker;FLEET-Mira-PostgreSQL-Server-<Version>-Setup-x64.exeenthält den offiziellen PostgreSQL-Windows-Installer und richtet einen lokalen Dienst, die leere Datenbankmiraund den Loginmira_appein.
Das PostgreSQL-Server-Setup wird auf dem vorgesehenen Windows Server mit Administratorrechten ausgeführt. Der Assistent fragt Port, PostgreSQL-Administratorkennwort und ein mindestens zwölf Zeichen langes Kennwort für mira_app ab. Geheimnisse werden nur in temporären, ACL-geschützten Optionsdateien an Unterprozesse übergeben, nie als Prozessargumente, und nach der Installation gelöscht.
Für einen reproduzierbaren Build:
.\scripts\build_enterprise_release.ps1 `
-PostgreSQLInstaller C:\Install\postgresql-windows-x64.exe
Als Eingabe ist ein geprüfter offizieller PostgreSQL-x64-Installer erforderlich. Das fertige Serverpaket ist anschließend eigenständig ausführbar.
Erster Applikationsstart¶
Beim ersten Start öffnet Enterprise den PostgreSQL-Verbindungsassistenten. Er benötigt:
- Servername oder IP-Adresse;
- Port, standardmäßig
5432; - Datenbank
mira; - Benutzer
mira_app; - Kennwort und gewünschten SSL-Modus.
Verbindung testen prüft Serverversion, Datenbank und Benutzer. Ist die Datenbank leer, legt der Assistent das aktuelle Mira-Schema transaktional an. Eine nicht leere fremde Datenbank wird abgewiesen. Nach erfolgreicher Prüfung speichert Enterprise die Einstellungen unter %PROGRAMDATA%\eh-systemhaus\FLEET Mira Enterprise; das Kennwort ist mit Windows DPAPI geschützt.
Für entfernte Datenbankserver müssen Firewall, listen_addresses, pg_hba.conf, DNS und TLS entsprechend der Kundenrichtlinie konfiguriert werden. In produktiven Netzen wird verify-full mit einer vertrauenswürdigen Serverzertifikatskette empfohlen.
SQLite nach PostgreSQL migrieren¶
Öffnen Sie Enterprise → SQLite-Datenbank migrieren. Der Assistent:
- öffnet die Quelle ausschließlich lesend;
- führt
PRAGMA quick_checkaus und zählt Tabellen sowie Datensätze; - verlangt eine ausdrückliche Bestätigung zum Ersetzen des PostgreSQL-Mira-Schemas;
- erzeugt Tabellen, Schlüssel und Indizes neu und kopiert die Daten innerhalb einer PostgreSQL-Transaktion;
- protokolliert Quellpfad, SHA-256, Zeitpunkt und Mengengerüst.
Bei einem Fehler wird die PostgreSQL-Transaktion zurückgerollt. Die SQLite-Quelle bleibt unverändert. Nach erfolgreicher Migration ist die Anwendung neu zu starten.
Betrieb und Sicherung¶
Die SQLite-Snapshot-/Restore-Funktionen der Basic-/Pro-Anmeldung sind in Enterprise deaktiviert. PostgreSQL wird mit den betrieblichen PostgreSQL-Werkzeugen wie pg_dump, pg_restore und einer serverseitig überwachten Sicherungsstrategie gesichert. Applikationsarchive und externe Belegspeicher bleiben zusätzlich gemäß ihrer jeweiligen Aufbewahrungsrichtlinie zu sichern.