Enterprise-Backup und Wiederherstellung¶
Architektur¶
Enterprise verwendet ausschließlich PostgreSQL. Der Enterprise Client konfiguriert und
beauftragt Sicherungen; FleetMiraWorker führt Datenbank-, Archiv-, Upload-,
Verifikations-, Retentions- und Restore-Arbeiten aus. Der Client startet keinen lokalen
Backupworker und verwendet nie den SQLite-Snapshotdienst.
Ein Sicherungssatz enthält einen PostgreSQL-17-Custom-Dump, versioniertes Manifest,
Commit-Marker und die anhand SHA-256 deduplizierten DDD-, Finanz- und Aktenarchive.
VERIFIED wird erst nach vollständigem Upload, Rücklesen, Entschlüsselung und Prüfung
aller Bestandteile gesetzt.
Voraussetzungen und Rollen¶
Das Server-Setup erzeugt mira_owner (ohne Anmeldung), mira_app, mira_backup und
mira_restore. Das Worker-Setup installiert pg_dump, pg_restore und psql 17.
Kennwörter erscheinen nicht in Argumenten, Logs oder PostgreSQL-Konfigurationstabellen.
Der erste Worker erzeugt einen RSA-3072-Deployment-Schlüssel. Privates Material wird
maschinengebunden geschützt und per ACL auf System, Administratoren und
FleetMiraWorker beschränkt; PostgreSQL enthält nur den öffentlichen Schlüssel. Für
weitere Worker dient tools\manage-enterprise-backup-key.ps1 zum geschützten Export
und Import.
Ziel konfigurieren¶
Unter Administration → Backups wird genau ein aktives Ziel angelegt: Dateisystem
oder UNC, HTTPS-WebDAV oder Google Drive (drive.file, My Drive oder Shared Drive).
Google Drive ist eine einseitige Sicherung, keine Synchronisierung. Den Recovery-Key
beim Speichern exportieren, offline verwahren und anschließend den Upload- und
Rücklesetest ausführen.
Standard sind täglich 02:00 Uhr Serverzeit sowie 14 tägliche, 8 wöchentliche und 12 monatliche Stände. Archive werden nicht durch die Datenbankretention gelöscht. PITR/WAL-Archivierung ist in beta6 nicht enthalten.
Kontrollierte Wiederherstellung¶
- Verifizierten Stand wählen, Pflichtgrund erfassen und Prepare restore ausführen.
- Der Worker prüft Dump und Archive und restauriert in eine Staging-Datenbank.
- Nach Schema-, Tabellen- und Archivreferenzprüfung folgt
READY_FOR_APPROVAL. - Ein Benutzer mit
backup.restorebestätigt Approve production switch. - Wartungsmodus wird aktiviert; Produktion wird als Rollback-Datenbank erhalten und das Staging kontrolliert aktiviert.
- Archive werden atomar vorbereitet und ersetzt; Fehler lösen die Rückschaltung aus.
- Der vorherige Datenbankstand bleibt sieben Tage erhalten.
Danach Anmeldung, Worker-Heartbeat, Import, DDD-Ausgabe, Finanz- und Aktenarchive sowie eine neue Sicherung prüfen. Für UNC/gMSA, OAuth, große Datenmengen und absichtliche Netzwerkabbrüche bleibt die Abnahme auf einer kundennahen Windows-Server-VM Pflicht.